Drumling

47.196299“N 8.621152“E

Sanfte Wellen ruhen in der Landschaft. Geformt durch den Tanz des Gletschers, trohnen Erinnerungsbäume auf den höchstenPunkten.
Symbole der Kraft und der Hoffnung, alte Zeichen gelebter Traditionen.
Neues Leben mit anderen Ideen, begründet auf den Hügeln der Ahnen, verändert in seinem Erscheinen,
strahlt alte Werte in die Zukunft heraus.

Dies ist eine Landschaft, die ein Gletscher geformt hat. Sanfte, langgezogene Hügel, wie von Hand modelliert. Drumlins nennt sie die Geologie – ein Wort aus dem Irischen, es bedeutet «kleiner Rücken».

Entstanden sind sie in der letzten Eiszeit, als der Linthgletscher hier Geschiebe ablagerte und zu diesen runden Kuppen überformte. Zwischen Hirzel, Menzingen und Neuheim bilden sie eine Landschaft von einzigartiger Schönheit und stehen unter nationalem Schutz. Solche Hügel gibt es auch anderswo – aber selten so dicht und so gut erhalten wie hier.

Das Auffälligste daran: Auf fast jeder Kuppe steht eine Linde.

Dafür gibt es eine Erklärung, die älter ist als die Geologie. Die Sage erzählt, die Bauern hätten mehr Land gewollt und einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Er drückte die Erde von unten empor – über Nacht standen die Hügel da. Doch der Handel war ein Betrug: Die steilen Hänge waren kaum zu bewirtschaften. Weil der Teufel Linden und Kreuze hasste, setzten die Leute auf jede Kuppe eine Linde und hielten so sein Werk auf.

Was als Trotz begann, ist heute das Gesicht dieser Gegend. Ein geologisches Ereignis wurde zur Geschichte, die Geschichte zur Handlung – und diese Handlung steht bis heute als Baum auf dem Hügel.

Unsere Lichtinstallation ist eine Interpretation einer Linde. Sie beleuchtet die Symbiose aus Geologie, Kultur und Geschichte. Was sehen wir dann, wenn wir einen Hügel anschauen? Die Eiszeit? Die Sage? Oder die Menschen, die beides zusammengebracht haben?